Emmerich: Stiftung gegründet

VON LUTZ KÜPPERS

Es waren die Schicksale des eigenen Bruders beziehungsweise der Schwägerin, die der Auslöser waren: Dr. Hans Jürgen Arens und Ursula Prohaska (geborene Arens) unterzeichneten gestern Abend im Aldegundisheim den Stiftungsvertrag der Klaus Winfried und Friederike Arens-Stiftung. Denn während der Pflege der Verwandten hatte das Emmericher Geschwisterpaar erlebt, wie viel menschliche Nähe, Zuneigung und Hilfe bei der Pflege Schwerstkranker notwendig ist.

In unserem Fall konnten wir diese Hilfe selbst übernehmen, erklärte Arens mit Blick auf seine Schwester. Doch in einer Gesellschaft, in der die Zahl von im Alter alleinstehenden Personen immer weiter wächst, sei das nicht mehr immer der Fall. Deshalb ist es den Stiftern ein besonderes Anliegen, die Betreuung von Schwerstkranken zu fördern und die Hospizarbeit zu unterstützen. Sich den Sterbenden intensiv anzunehmen ist in den Krankenhäusern heute nicht mehr ohne weiteres möglich, so Dr. Arens, der nun auch auf weitere Zustiftungen beispielsweise in Form von Spenden hofft. Damit soll dann beispielsweise die Arbeit der Vinzenzkonferenzen unterstützt werden, in denen sich die in der Caritas ehrenamtlichen Männer organisieren.

Stichwort Caritas: Die neue Klaus Winfried und Friederike Arens-Stiftung ist unter dem Dach der Caritas-Gemeinschafts-Stiftung angesiedelt, wie Dieter Geerlings bei einer kleinen Andacht am gestrigen Abend erklärte. Der Domkapitular und Vorsitzende des Diözesan-Caritasverbandes Münster weiter: Die Betreuung Schwerstkranker und die Hospizarbeit, die diese neue Stiftung unterstützt, ist vor allem darauf ausgerichtet, den Menschen in seinem Sterben in die Gemeinschaft der Lebenden zu integrieren und die Angehörigen zu unterstützen. Geerlings hält diese soziale Arbeit, die von den Zinsen des Stiftungskapitals gefördert wird, in der heutigen Zeit für aktuell notwendig. Deshalb fiel sein Dank an die Stifter auch entsprechend herzlich aus.

Das Stiftungskonto lautet: 80 56 500 bei der Darlehenskasse Münster (BLZ 400 602 65).

Quelle: Rheinische Post vom 30.10.2007

LogIn | Impressum